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DOK Premiere: Happy

DOK Premiere im März 2017

Mittwoch, 22. März 2017, 19.30 Uhr

"Happy" von Carolin Genreith
Mittwoch, 22.2.2017, 19:30 Uhr
Caligari Kino, Ludwisgsburg

Nach der Vorführung findet ein Filmgespräch von Kay Hoffmann mit der Regisseurin Carolin Genreith statt. Eine Veranstaltung des Haus des Dokumentarfilms in Zusammenarbeit mit Kinokult e.V.

"Happy" ist der Beweis, dass es durchaus humorvolle Dokumentarfilme geben kann. Es geht um den Vater der Filmemacherin Carolin Genreith („Die mit dem Bauch tanzen“, „Das Golddorf“), der in Thailand eine neue Liebe gefunden hat. Seine Tochter ist davon nicht begeistert und hinterfragt sehr offen seine Pläne und sein egoistisches Verhalten in der Vergangenheit. Die Dialoge haben Witz durch die Klischees, gegen die ihr Vater permanent anrennen muss. Schließlich ist er mit Tukta in Thailand seit drei Jahren liiert und die Hochzeit steht an. Er ist davon überzeigt, sein Glück gefunden zu haben.

Denn nach der Trennung von seiner Frau hat sich Carolins Vater sehr verändert. Er tauschte Wanderschuhe gegen Flip-Flops. Jedes Jahr fährt er mit Freunden jedes Jahr nach Thailand – alle über 60 Jahre und geschieden. Der Vater sagt, er habe dort die beste Zeit seines Lebens. Die Tochter denkt: Oh Gott, ist mein Vater jetzt Sex-Tourist?

Aber er liebt die Thailänderin Tukta doch wirklich und sie ruft ihn täglich an. Als er sie heiraten will, reist Carolin nach Hause in die Eifel, um den Eigenbrötler zu verstehen. Denn eigentlich war er ihr immer peinlich: „Zu laut, zu extrovertiert, zu kauzig.“

Doch sie lernt seine Qualitäten als Protagonist für ihren Film schätzen: Seine Offenheit, seine Authentizität und seine Originalität.

Er arbeitet in einer Rathaus-Verwaltung, ist aber zugleich Hobby-Landwirt mit kleinem Hof und Tieren. In schonungslosen Wortgefechten nähern sich Vater und Tochter an. Wonach sehnt er sich? Wovor hat er Angst? Welche Erfahrungen hat er mit deutschen Frauen gemacht? Was erhofft er sich von Tukta? Gemeinsam fliegen sie nach Thailand, wo die Regisseurin sich unversehens als Mitglied einer neuen Familie wiederfindet. Seit Tukta ihren Vater kennengelernt hat, ist sie öfter zu Hause bei ihrem 12-jährigen Sohn und muss nicht mehr in Bangkok oder auf den Inseln im Süden arbeiten. Ihr Vater scheint hier etwas zu finden, was er in Deutschland lange verloren hat. Ein Film über Familien, Hoffnungen und enttäuschte Erwartungen.